Creature indigne

Creature indigne, heißt UNWÜRDIGE KREATUR. Was ist unwürdig, eine unwürdige Kreatur?  Fragt Rudi Holdhaus und greift dem Pinsel, legt die weiße Leinwand auf und beginnt zu malen, unwürdige Tiere nein. Nein die gibt es nicht, unwürdige Menschen? Liebe Onkeln oder Tanten verkleidet als Religionsvertreter, Erzieher, Lehrer, Familienmitglieder, ja sogar Väter und Mütter also in allen Fassetten und Farben der heutigen Gesellschaft pirschen sie sich an, als Verführer für das Abnorme, also unwürdig, an unser liebstes und größtes Gut, an unsere Kinder, unberechenbar wie die älteste Echse einer vergangenen Zeit, das Krokodil. Wir Eltern vertrauen sie ihnen an, denken an Würde und stellen fest, daß nicht alle Menschen gleich ticken, obwohl wir den Mond besuchten, reisen in das All vorantreiben, denken und erfinden. Schon ein kleines Wegsehen kann unseren Kindern gefährlich werden.

Holdhaus malt seit über 40 Jahren Zyklen, welche seiner Zeitreise auf diesen schönen Erdtrabanten keinen Einklang finden. Er zeigt auf, nicht mit Worten, nicht mit Gesang. Sein leiser Aufschrei bedeutet – Kunst ist die humanste Art aufzuzeigen. Dieser Sager ist sein Wegbegleiter. Er ist seine Art mit Bildern aus seinem Herzen, nicht wegzuschauen. Seine Bilderzyklen am Ringelspiel der Erde – Jeder hat so seinen Mondder Schein der scheinheiligen Heiligen (die Päpste) erklärt seine Welt. Als er 1989 zur Manifestation d’Art Contemporain zum Thema 200 Jahre Revolution (Freiheit) eingeladen wurde, fiel die Berliner Mauer. War das ein Omen oder einfach nur das Zeichen weiterhin, aufzuzeigen. Creature indigne ist sein letzter Wurf mit allen Mitteln sich gegen Kinderschänder im neuen Jahrtausend zu wehren.